Seppi setzt ein Zeichen
Vorgestern mussten wir wieder den traurigen Teil im Tierschutz erleben
und hatten keine Zeit für eine angemessene Trauer.
Die Situation der Katzen im Umfeld meines Häuschens in Ormylia ist
durch viele Kastrationen und Behandlungen mittlerweile händelbar. Was
wir aber nicht beseitigen können, sind die massiven Erkrankungen, die
fast alle Katzen haben. Weder können wir ca. 30 Katzen einzeln in
Quarantäne nehmen noch sind sie für eine Therapie gezähmt genug.
Der Katzenschnupfen hat im Prinzip alle Katzen um uns herum fest im
Griff. Schnupfi betreuen wir seit fast drei Jahren und er hatte bei uns ein
schönes Leben. Vor 8 Tagen hatte er einen Schlaganfall. Es war
grausam mit anzusehen. Er verließ mein Grundstück und wir
mutmaßten, dass er zum Sterben gegangen ist. Nach 5 Tagen kam er
zurück, eingefallene Augen, die Nase komplett verklebt und sein Gang
war unsicher. Kein noch so leckeres Essen konnte ihn motivieren.
Vorgestern früh verließ er seinen Platz, fiel um und war tot.
Also nahm ich den Spaten, grub ein tiefes Loch und Schnupfi wurde
begraben. Ein großer Stein ist die Grabplatte, die mit einer Pflanze
verziert wurden. Just im Moment des Abschiednehmens schrie eine
Kleine Katze. Wir suchten und fanden dieses Würmchen zwei Meter
entfernt auf der anderen Seite des Zaunes. Seppi, vielleicht ein Zeichen
von Schnupfi, trat in unser Leben. Nur Haut und Knochen, vielleicht 7
Wochen alt und mit riesigen Ohren versehen ließ er sich dankbar
einsammeln und begann sich zu retten. Wie Das geht? – einfach richtig
reinhauen. Seppi verputzte sein halbes Körpergewicht. Wir verstehen
das Erscheinen von Seppi als einen Auftrag. Vielleicht steckt Schnupfi
dahinter. Seppi wurde sofort isoliert und kommt mit keiner anderen
Katze in Kontakt. Morgen werden wir zum Tierarzt gehen und dann wird
mit dem Immunaufbau begonnen. Seppi hat alle Chancen auf eine
Zukunft als Familienkater.
Fertigstellung der Straße zur Station
Nach langer Bauphase wurde die Straße zur Station erfolgreich fertiggestellt. Die Strecke wurde umfassend erneuert und verbessert.
Nun können wir die Station wieder sicher und zuverlässig erreichen – ein großer und besonders wichtiger Schritt für die Zukunft.
Wenn Hilfe ankommt
Wir haben wieder mit Katzenkastrationen begonnen. Im ersten Anlauf konnten erneut drei Katzen kastriert werden. Ein Kater hatte ein riesiges Geschwür am Ohr. Dieses wurde operativ entfernt und der Kater einige Tage auf der Station von Samira aufgepäppelt.
Heute Morgen habe ich den Kater wieder abgeholt und ihn bei mir am Haus in die Freiheit entlassen. Er hat sich den Bauch vollgeschlagen und ist anschließend schlafen gegangen. Wir sind sehr froh, dass wir dem Kater wieder etwas Lebensqualität zurückgeben konnten. Seine Versorgung ist gesichert.
Demnächst kommt noch eine Katze zur Operation. Bilder von ihr sind kaum zumutbar. Sie ist sehr scheu, und wir hoffen, sie kommende Woche einfangen zu können.
Ein kleiner Eingriff – ein großes Stück Mitgefühl
In Griechenland haben wir eine Katzenkastration durchführen lassen,
um weiteres Leid zu verhindern aus Verantwortung, aus Respekt
und vor allem aus Liebe zu diesen stillen Seelen.
Jede Kastration bedeutet weniger ungewollter Nachwuchs,
weniger Hunger, weniger Krankheit
und mehr Chance auf ein ruhigeres, würdigeres Leben.
Unser besonderer Dank gilt dem Stations-Tierarzt Kosta,
der mit Fachwissen, Herz und Engagement dazu beigetragen hat,
dass dieser wichtige Schritt möglich war.
Danke an alle, die hinschauen, helfen und nicht wegsehen.
Gemeinsam können wir Leid lindern. leise, aber nachhaltig.
Erneurung der Straße zur Station
Nach langer Planungsphase und einigen Aufsetzern verschiedener PKWs wird endlich die Straße zur Station neugestaltet. Diesmal richtig! Die zunehmenden
Unwetterlagen zwingen uns förmlich dazu. Es wird einiges an Kosten
verschlingen, aber die Station muss immer erreichbar sein. Viele Leute mussten
wegen Genehmigungen gefragt werden und der Weg bis zum Baubeginn war
kein Einfacher. Bei dieser Gelegenheit wird auch die Unterspülung der Villa
Kunterbunt behoben, die wegen der Unterspülung einsturzgefährdet ist. Bei
der Straße muss ein schweres Gerät eingesetzt werden und damit bietet sich die
Reparatur der Betonplatte an.